Working Equitation Weltmeisterschaft in Les Herbiers, Frankreich


Eine Woche voller Emotionen, mit Höhen und Tiefen für jeden Einzelnen!
Hochklassige Pferde, tolle Reiter, sensationelle Ritte und ein hochmotiviertes Deutsches Team!


Tag 1 – Dressur

Am ersten Tag zeigten Katja Lauer (4) und Anette Jauch (5) mit Ihren Pferden Ibo und Bélo zwei Gänsehaut-Ritte. Mit Eva Katharina Weigl (19) und Mihai Maldea ( 40) konnten wir uns somit gleich anfangs auf dem 3. Platz der Teamwertung platzieren.

Portugal hatte sich mit sensationellen Ritten von Marfalda Mendes und Gilberto Filipe bereits an der Spitze fest gesetzt. Gefolgt von starken Franzosen – die in Ihrer Heimat natürlich umso fokussierter um die Weltmeisterschaft kämpften.


Tag 2 – Stiltrail
Ein Parcours mit 16 schönen Hindernissen und einer guten Wegeführung war zu bewältigen. Mit den Plätzen 5,11,21 und 36 konnten wir den 3. Platz der Teamwertung verteidigen – dicht gefolgt von den Spaniern mit 3 Punkten Unterschied.  
Anette Jauch und Katja Lauer befanden sich auf Platz 4 und 6 im Gesamtklassement und kämpften um eine Platzierung in der Einzelgesamtwertung.


Tag 3 – Speetrail
Die Portugiesen sind schnell, die Fanzosen auch – das wussten wir. Wie jedoch werden die Spanier reiten? Wir wussten es nicht! Also hieß es „Nerven behalten“ – und das taten wir!
Die Maßgabe war: schnell aber sicher – nur keine Fehler kassieren. Mihai legte mit 158,1 Sek. vor und konnte sich lange Zeit auf dem 1. Platz halten. Die Mädels blieben cool – mit Plätzen im Mittelfeld konnten wir den 3. Platz gegenüber Spanien weiterhin verteidigen – Mit nur zwei Punkten Vorsprung!
Portugal war mit Abstand am schnellsten. Die Plätze 1-4 gingen an Portugal. Der junge Reiter Tiago Alves konnte sich mit einem sensationellen Ritt und 138,37 Sekunden an die Spitze setzen – ein Wahnsinnsritt!


Tag 4 – Rinder
Am Samstag ging es in der Rinderarbeit um das Herzstück der Working Equitation.
Bei der Teamauslosung hatten wir Glück und durften daher als vorletztes Team in Rennen gehen. Die Spanier mussten vorlegen und zeigten eine souveräne Arbeit am Rind: Als erstes Team hatten Sie ein Rind im Pferch.  Nun waren wir an der Reihe – die Spannung stieg. Leider konnten wir kein Rind separieren denn im Eifer des Gefechtes unterlief uns ein Griff in den Zügel. Unheilvoll ertönte die Glocke – Disqualifikation = 0 Punkte. Ärgerlich aber die Devise war: mutig weiter kämpfen. Wir können das!
Spanien hatte auch im zweiten Durchlauf sein Rind im Pferch – der Druck stieg. Doch im nächsten Durchlau konnte auch unser deutsches Team ein Rind separieren – Aufatmen!
Inzwischen hatte sich das Teamranking geändert: (1) Portugal, (2) Spanien, (3) Frankreich, (4) Deutschland - was für ein Krimi!
Spanien arbeitet erfolgreich weiter – bekommt auch sein drittes Rind. Deutschland auch – aber was macht Frankreich? Das Rind ist drin!  
Spanien – das letzte Rind – nicht im Pferch. Als letzter Deutscher Reiter – Mihai Maldea. Das sollte doch klappen. Unser Team ist doch eigentlich gut am Rind! Die Bestzeit von 14 Sekunden – gestellt von den Kolumbianern - gilt es zu schlagen. Dann wären wir wieder im Spiel.


Doch leider blieb uns der Erfolg verwährt. Es hat einfach noch nicht sollen sein. Das Team hat gekämpft bis zum Schluß. Das Rind rund 20 mal gedreht – knapp vor dem Pferch – aber es wollte einfach nicht über die Pferchlinie.
Somit war der Endstand im Teamranking klar – das Blatt hatte sich ( leider ) gewendet:
(1) Portugal - 496 Punkte
(2) Spanien- 430 Punkte
(3) Frankreich- 427 Punkte
(4) Deutschland   - 393 Punkte
(5) Columbien - 390 Punkte
(6) Niederlande- 245 Punkte
(7) Schweiz- 220 Punkte
(8) Great Britain- 189 Punkte
(9) Tschechien- 109 Punkte


In der Einzelwertung konnte sich Gilberto Filipe durchsetzen und wurde erneut zum Einzelweltmeister gekürt. Mit größten Respekt - herzlichen Glückwunsch!


Mit einem Spalier der 48 Teilnehmer wurde sein Hengst Zinque das Lezirias feierlich vom internationalen Parkett verabschiedet. Ein emotionaler Moment bei dem die ein oder andere Träne vergossen wurde.


Mit einem sensationellen 5. Platz in der Gesamtwertung von 49 Reitern konnte sich unsere Reiterin Anette Jauch mit Ihrem Bélo feiern lassen. Nochmals herzlichen Glückwunsch!!


Die weiteren Plätze für Deutschland:
(16) Katja Lauer, (19) Eva-Katharina Weigl, (24) Mihai Maldea


Natürlich war es schade den dritten Platz nicht bis zum Schluss verteidigen zu können. Nichts desto trotz sind wir glücklich und froh über unserer geschlossene Mannschaftsleistung und damit das  4. beste Team der Welt zu stellen!


Alles in Allem war es eine wahnsinnig tolle Veranstaltung! Die Qualität der Reiter und Pferde ist  deutlich gestiegen – wir haben sensationelle Ritte gesehen!


Es herrschte ein ganz besonderer Teamspirit unter den Ländern und Teilnehmern, so wie man Ihn wahrscheinlich nur in der Working Equitation findet! Eine bis ins Detail durchorganisierte Veranstaltung bei der wir uns immer willkommen fühlten!


Working Equitation Frankreich ( WEF ) – vielen Dank für diese tolle Weltmeisterschaft!!


Einen ganz besonderen Dank aussprechen möchten wir nochmals unseren Helfern die unsere Reiter in jeder Minute unterstützt haben: Diana Wader, Barbara Stübenrath, Racilia Rogelij, Christian & Vincent Weigl – Ihr seid die Besten!


Victor M Richarte vielen Dank auch für Deine Unterstützung!


Danke an unsere Bundestrainerin Britta Rasche - leider aus persönlichen Gründen nur am Telefon und Laptop - aber Du warst immer dabei!


Danke an unseren Freund Roland Kunze und unsere Sponsoren JOSERA, EQUIXTREME, SIGNUM, BÖCKMANN, GOOD FELLOW für Eure finanzielle Unterstützung!


Wir alle waren eine tolle Truppe und haben unser Beste gegeben!


Nach der WM ist vor der EM   ! Es gibt viel zu tun – packen wir es an!!
Herzlichen Dank Frankreich für diese tolle Event!!


Markus Grüter
( ein stolzer Chef de Equipe   )